Langbos Squatter Community - Bericht über ein Kinderhilfsprojekt
Wenn man sich länger als für die Dauer eines normalen Urlaubs in einem fremden Land aufhält, dann bekommt man auch Kontakte zur Bevölkerung.
Afrika ist ein armer Kontinent, das ist bekannt. Südafrika geht es vergleichsweise gut und wenn man als Tourist unterwegs ist, begeistern die grandiose Landschaft, das gut ausgebaute Straßennetz sowie geschmackvoll eingerichtet Unterkünfte mit allem Komfort.
An den Townships, den zumeist ärmlichen Wohngebieten für Schwarze und Farbige, fährt man zügig vorbei, man will ja eigentlich nur die Schönheiten des Landes sehen.
Leider gibt es aber abseits der Straßen noch viele ärmlichere informelle Ansiedlungen, die so genannten „Squatter Camps“, wo die Menschen in Holzverschlägen ohne Wasser, Strom und Kanalisation leben müssen.
Zufällig lernten wir Muffy Miller, die in Addo mit ihrem Mann eine Zitrusfrucht-Farm betreibt, kennen.
Sie erzählte uns die Geschichte von der Langbos Squatter Community (siehe Auszug aus Schreiben von Muffy)
Diese kleine Gemeinde befindet sich nahe der Stadt Addo vor den Toren des Addo National Parks, also nur ca. 30 km von Intaba entfernt. Muffy lud uns zu einem Besuch ein, damit wir uns ein Bild von ihrer Arbeit machen konnten.
Wenige Tage nach unserem Gespräch mit Muffy besuchten wir Langbos. Der Empfang durch die kleinen Kinder aus der Spielgruppe „Inkwenkwezi“ war überwältigend. Sie hatten für uns ein kleines Lied einstudiert, was sie zusammen mit ihren Lehrerinnen Nomthandazo und Princess, unterstützt von Köchin Mama Khaya für uns sangen.
Muffy zeigte uns die Räume des Kindergartens sowie das erst kürzlich fertig gestellte Gemeindezentrum mit einer kleinen Krankenstation, genannt Intzikelelo (Segen).
Auf unsere Frage, was dringend noch benötig werde, gab uns Muffy die Antwort, dass der größte Wunsch eine Krippe für Säuglinge sei. Viele Mütter arbeiten während der Erntezeit auf den Citrusfarmen und haben keine Möglichkeit, ihre Kinder unterzubringen.
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